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Ashley Madison – Seitensprungportal gehackt

So prüfen Sie ob Ashley Madison Ihre Daten verloren hat

Ashley Madison ©

Wie viele schon wissen dürften, wurde das amerikanische Seitensprungsportal „Ashley Madison“ gehackt. Erste Auswertungen ergaben, dass Stuttgart deutschlandweit auf Platz 3 liegt. Knapp 6000 Nutzer aus der Schwabenmetropole nutzten das Portal für diskrete Seitensprünge.
Die Hacken haben die Nutzerdaten online gestellt. Neben unangenehmen Fragen lauern jedoch auch weitere Gefahren. Es wurden nämlich teilweise auch Kreditkartendaten und Bankdaten gestohlen. Um Gewissheit zu erhalten ist es nun möglich zu checken ob der eigene Datensatz gestohlen wurde. Die Sicherheitsforscher des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben die knapp 36 Millionen Datensätze ausgewertet. In Deutschland sind, laut Aussagen des Instituts, knapp 220000 registrierte Kunden zu verzeichnen.

Bin ich auch betroffen?

Die Forscher haben nun eine Adresse eingerichtet unter der man mithilfe seiner E-Mail Adresse prüfen kann ob man Opfer des Datenklaus wurde und damit Daten wir Kreditkartennummer und Kontonummer frei im Internet zugänglich sind. Der Nutzer erhält nach Eingabe der E-Mail Adresse eine E-Mail mit der Information ob seine E-Mail zu Datensatz gehört oder nicht. Ganz im Gegensatz zu „Ashley Madison! garantieren die Sicherheitsforscher komplette Diskretion und Anonymität. Der Nutzer muss nicht befürchten vor anderen bloßgestellt zu werden. Das Hasso-Plattner-Institut hat sich auf die Überprüfung von Datensätzen nach Hackerangriffen spezialisiert. Die Spezialisten haben so bereits über 215 Millionen Datensätze überprüft.

Was kann ich gegen den Datenklau unternehmen?

Viele Betroffene fragen sich nun natürlich, wie man solche Fälle in Zukunft verhindern kann. Im aktuellen Fall ist die Brisanz natürlich um ein vielfaches höher, da die moralische Komponente des Portals mit in der Diskussion involviert ist. Die schlechte Nachricht ist, bei einem Datenklau auf Seiten der Anbieter ist der Nutzer fast machtlos. Einzige Möglichkeit um seine Daten zu schützen ist die Verwendung von Fake-Daten. Das heißt gesonderte E-Mail Adresse und die Verwendung einer erfundenen Identität. Dann muss der Nutzer auch bei Datenklau nicht befürchten bloßgestellt zu werden. Dieser Tipp bringt selbstverständlich nur etwas, wenn beim Portal die Identität zweitrangig ist. Des Weiteren empfehlen wir mit den persönlichen Daten wie Kreditkarte usw. sparsam umgehen. Nicht jedes Internetportal sollte diese Daten erhalten. In der Regel kann man davon ausgehen, dass die Daten bei Unternehmen wie Amazon oder Google sicherer sind, als bei kleineren Portalen.

Gerne beraten wir Sie hierzu auch persönlich und zu allen Sicherheitsfragen in der IT.