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BKA Trojaner, Hintermänner sind gefasst, Virus entfernen!

Vieler unserer Kunden hat er schon geärgert: Der sogenannte BKA Trojaner sperrte den Zugang zum Benutzerprofil und gab dieses erst wieder nach einer Zahlung frei.

BKA Trojaner, Hintermänner sind gefasst © Denys Prykhodov / Shutterstock.com

Angeblich habe man sich im Internet strafrechtlich relevant falsch verhalten, wer zahlte konnte 3 Wochen später wieder zahlen. Für viele ein Ärgernis, vor allem da die Hintermänner nicht zu fassen waren – bis jetzt. Fachhändler konnten den Virus entfernen. Aber der Ärger und etwaige Datenverlust war trotzdem vorhanden.

Nachdem im Dezember 2012 der angebliche russische Kopf der Bande in Dubai verhaftet worden ist, gelang es der spanischen Polizei jetzt auch weitere Hintermänner der Cyber-Erpresser zu fassen. Die Aktion war eine Gemeinschaftsarbeit der europäischen Verfolgungsbehörden und privaten IT-Sicherheitsunternehmen. Der erfolgreiche Schlag gegen war nur durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit privaten IT-Sicherheitsunternehmen möglich.

Mit Ihrem BKA-Trojaner konnte die Gruppe über eine Million Euro von den Betroffenen erpressen. Der Trojaner tauchte auch unter dem Namen GVU-Trojaner auf.
Bei dem BKA-Trojaner handelt es sich um sogenannte Ransomware. Nachdem der Rechner mit dem Trojaner infiziert worden ist, wird beim nächsten Start eine Seite angezeigt, die dem Nutzer suggerieren soll, dass sein Rechner für Straftaten wie Filesharing oder Kinderpornographie genutzt wird oder genutzt worden ist. Der Rechner ist gesperrt, reagiert nicht mehr auf Eingaben und lässt sich angeblich erst durch Eingabe eines Codes wieder nutzen.

Damit der Computer wieder entsperrt wird soll oder muss der Nutzer einen Betrag von 100,- EUR per Ukash, Paysafecard oder Moneypak bezahlen. Diese Bezahlmethoden sind anonymisiert, d.h. der Empfänger ist nicht feststellbar. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen wurden auf der Seite Symbole von Bundesverfolgungsbehörden wie z.B. des BKA angezeigt.

Diese Art der digitalen Erpressung ist leider weit verbreitet. Die Hintermänner nutzen aus, dass wenn nur ein Bruchteil der betroffen Nutzer auf die Forderung hereinfallt, trotzdem Millionen mit dieser Masche verdient werden können. In fast allen Fällen gelangt der Trojaner als E-Mail mit einem scheinbaren harmlosen Anhang.

Die Zahlung des geforderten Betrages half indes den Nutzern überhaupt nicht den Virus entfernen zu können. Der Rechner blieb natürlich weiter gesperrt.
Das Bundesamt für Sicherheit warnt ausdrücklich davor auf solche Erpressungen einzugehen. Strafverfolgungsbehörden würden eine Straftat nie auf diese Weise verfolgen. Der beste Schutz bleibt aber: Öffnen Sie keine Anhänge in E-Mails die von unbekannten Personen verschickt worden sind. Halten Sie Ihren Rechner auf dem aktuellsten Stand, indem Sie die automatische Windows-Update Funktion nutzen und installieren Sie eine Antivirus-Software auf Ihrem Gerät. Damit wird das Risiko auf ein Mindestmaß reduziert. Den Virus entfernen können unter anderem Service Dienstleister.

Wer dennoch Probleme mit Viren, Trojanern und Schadsoftware hat, dem hilft die Computer Reparatur Stuttgart.