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Bundesnetzagentur betrachtet Drosselungspläne der Telekom sehr kritisch

Schon im Anschluss an die Bekanntgabe der Telekom vor einigen Wochen, hatte die Regulierungsbehörde eine ernsthafte Prüfung der Telekom-Pläne versprochen.

Bündelung von DSL und LTE für schnelles Internet © Tupungato / Shutterstock.com

Nachdem die Telekom ihre DSL-Verträge ab dem 01.06.2013 nun wie geplant abgeändert hat, ist die Bundesnetzagentur jetzt dabei die Verträge genauestens zu prüfen.

Die Bundesnetzagentur betrachtet die Pläne der Telekom zur Drosselung sehr kritisch, denn die Telekom möchte die eigenen Dienste – wie z.B. ihr Entertain-TV-Programm – von der Drosselung ausnehmen.

Das allerdings würde gegen das Prinzip der Netzneutralität verstoßen, in der geregelt ist, dass alle Datenpakete im Internet mit gleicher Priorität und gleichen Kosten weitergegeben werden.

Nach den Plänen der Telekom würde nach Erreichen eines monatlichen Datenvolumens von 75 GB eine Drosselung auf 2Mbit/s erfolgen. Zunächst hatte die Telekom sogar eine Drosselung auf 384Kbit/s geplant, hatte diese Pläne aber nach Protesten von Politik und Verbraucherschützen geändert.

Der Telekom-Kunde hätte – falls diese Drosselung eintritt – den Nachteil, dass er Streaming-Angebote – die ein hohes Datenvolumen benötigen – nach Inkrafttreten der Drosselung gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt nutzen kann. Da die Telekom ihr eigenes TV-Streaming Paket von der Drosselung ausnimmt, würde dies jedoch ein Nachteil für andere Streaming-Anbieter darstellen.

Daher werde die Regulierungsbehörde die Pläne weiterhin kritisch begutachten.