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MWC 2014: Samsung präsentiert das Samsung Galaxy S5 ohne große Überraschungen

Beim Samsung Galaxy S4 hatte der südkoreanische Hersteller noch sehr auf umfangreiche Software-Erneuerungen gesetzt, beim Nachfolger soll sich das wohl etwas ändern.

Das neue Samsung Galaxy S5 © Zeynep Demir / Shutterstock.com

Allerdings nicht mit einer bemerkenswerten Kamera, einem grandiosen Display oder einem High-End-Prozessor sondern mit einigen neuen Sensoren die für Begeisterung sorgen sollen.

So hat Samsung dem Galaxy S5 einen Fingerabdrucksensor spendiert. Dieser funktioniert so, dass man über den Hardware-Homebutton wischt. Hier hat es Samsung also anders gelöst wie Apple beim iPhone 5S, wo ein Druck auf den Homebutton genügt. Dafür kann man beim Galaxy S5 den Fingerabdruck Sensor auch dafür nutzen um Online-Einkäufe zu autorisieren. Das soll laut Samsung überall dort funktionieren wo auch mit PayPal gezahlt werden kann. Beim iPhone 5S funktioniert es nur im Apple App Store und im iTunes Store. Zudem gibt es die Möglichkeit bestimmte Ordner mit der Fingerabdruck-Identifizierung zu verschlüsseln.

Aber Samsung verwöhnt uns noch mit einem weiteren Sensor, den man wirklich als Neuheit bezeichnen kann, weil dies so noch kein Smartphone-Hersteller verwirklicht hat: Dabei handelt es sich um einen Sensor auf der Rückseite des Gerätes, der den Puls messen kann. Man legt einfach seinen Finger auf den Sensor und erhält nach ca. fünf Sekunden einen Messwert. Ob dieser Sensor einem Mehrwert darstellt ist jedoch fraglich. Es ist einfach zu umständlich jedes Mal seinen Finger auf den Sensor zu legen um den Puls ermitteln zu können.

Weitere Neuerungen bietet die Kamera: So wurde die Fokussierzeit der Kamera auf nur 0,3 Sekunden verkürzt. Das ist im Vergleich zu anderen Smartphones eine bemerkenswert kurze Zeit. Außerdem kommen eine Echtzeit-HDR-Funktion dazu, sowie eine Funktion um Tiefenschärfeeffekte erzeugen zu können.

Das Display des Samsung Galaxy S5 ist 5,1 Zoll groß, hat also im Vergleich zum Vorgänger (5,0 Zoll) nur unwesentlich an Größe dazu gewonnen. Samsung bezeichnet das Display als „Next Generation Full HD Adaptive Display“. Damit ist gemeint, dass das über einen Sensor nicht nur die Helligkeit sondern auch der Kontrast des Bildschirms in Abhängigkeit vom Umgebungslicht geregelt wird. So soll man auch bei hellem Sonnenlicht noch gut vom Display ablesen können.

Das Samsung Galaxy S5 unterstützt Gigabit W-Lan nach IEEE 802.11ac, LTE Advanced mit 150 Mbps und Bluetooth 4.0. Muss es mal ganz schnell gehen kann man den „Download-Booster“ aktvieren. Dabei wird WLAN und LTE zusammen geschaltet um Inhalte sehr schnell herunterladen zu können. Ein nettes Gimmick. Angetrieben wird das Samsung Galaxy S5 von einem Quadcore-Prozessor und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Speicherplatz stehen – je nach Modell – entweder 16 Gigabyte oder 32 Gigabyte zur Verfügung. Ein MicroSD-Kartenslot ist – wie bei Samsung Smartphones üblich – vorhanden und kann dazu genutzt werden den Speicherplatz zu erweitern. Außerdem mit an Bord: Eine 16 Megapixel-Kamera auf der Rückseite, sowie eine 2,1 Megapixel-Kamera in der Front.

Das Gehäuse besteht wie bei den Vorgängern auch zum größten Teil aus Kunststoff, hier hatten viele mal etwas anderes erwartet. Es ist mit 145 Gramm kein Leichtgewicht aber auch nicht besonders schwer. Eine Eigenschaft ist ganz neu, denn das Samsung Galaxy S5 ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern gemäß der Schutzklasse IP67 gegen Wasser und Staub geschützt, kann also laut Samsung 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe tauchen ohne Schaden davon zu tragen. Bemerkenswert ist dabei, dass das Samsung Galaxy S5 trotz seinem Schutz gegen Wasser einen wechselbaren Akku und damit eine abnehmbare Rückschale besitzt. Inwieweit diese beiden Funktionen miteinander kollidieren wird sich noch zeigen, denn andere Hersteller haben eine Wasserfestigkeit nur dadurch erreicht, dass der Akku nicht mehr gewechselt werden kann.

Das Samsung Galaxy S5 wird in vier Farben erhältlich sein: Schwarz, Weiß, Gold und Blau. Einen genauen Veröffentlichungstermin und Preise nannte Samsung für sein neues Top-Handy noch nicht.
Große Überraschungen zeigte Samsung mit dem Samsung Galaxy S5 also nicht. Einige hatten das neue Modell in zwei Versionen erwartet, so sollte es eine Version mit einem Metall-Gehäuse geben aber Samsung setzt immer noch auf Kunststoff, wenn auch in neuen Farbversionen. Die neuen Funktionen sind schön anzusehen aber leider keine Funktion dabei die einen wirklich vom Sockel hauen könnte. Im Großen und Ganzen also eine super Smartphone ohne große Überraschungen.