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Comsmile Technik-Blog

Test Microsoft Surface Pro Tablet

Bereits vor einigen Monaten hatte Microsoft seine „Microsoft Surface RT" Tablets vorgestellt, so dass uns der Name „Surface Tablet" zunächst bekannt vorkommt. Aber bei dieser Version handelt es sich um die „Pro" Version.

Microsoft Surface Pro 4 © Pieter Beens / Shutterstock.com

Das Microsoft Surface Pro läuft im Gegensatz zu den bisher vorgestellten Microsoft Tablets mit einem vollwertigen Windows 8 Betriebssystem. Während auf den bisher vorgestellten Surface Tablets nur ein abgespecktes Windows 8 System namens Windows RT lief und nicht mit normalen Windows 8 Anwendungen genutzt werden konnte, kann das Microsoft Surface Pro ohne jegliche Einschränkungen jede Windows Software ausführen. Einzig die Displaygröße schränkt hier das Arbeiten ein.

Ein weiterer Vorteil zum Windows RT ist der Umstand, dass keine speziellen Treiber für externe Geräte wie z.B. Drucker notwendig sind, es können einfach die normalen Windows 8 oder Windows 7 Treiber genutzt werden.

Das Gehäuse besteht aus einer Magnesium-Legierung und ist sehr gut verarbeitet. Die Spaltmaße sind nicht zu groß und einheitlich. Auch die Verwindungssteifigkeit ist Microsoft sehr gut gelungen. So gut, dass es sich in dieser Hinsicht sogar mit dem iPad messen lassen kann. Im Gehäuse ist ein Ständer integriert, mit dem sich das Microsoft Surface Pro aufstellen lässt, leider ohne stufenlose Verstellung.

Die potente Hardware und das sehr gut verarbeitete Gehäuse schlagen sich aber leider auch im Gewicht nieder. Mit 920 Gramm ist das Microsoft Surface Pro mehr als 300 Gramm schwerer wie ein iPad. Trotzdem liegt es mit einer Gehäusedicke von 14 Millimetern noch relativ gut in der Hand. Längeres Arbeiten in den Händen ist durch das hohe Gewicht jedoch sehr anstrengend und ermüdend.

Das Microsoft Surface Pro ist mit einem vollwertigen USB 3.0-Port ausgestattet. Ein Novum im Tablet Bereich. Damit lassen sich – wie von einem Windows Notebook gewohnt – externe Geräte wie Drucker, Festplatte usw. ohne Probleme anschließen. Das kann So noch kein Tablet auf dem Markt.
An der Gehäuseunterseite befindet sich ein Docking Port, mit dem sich magnetisch Tastaturen ankoppeln lassen können. Außerdem besitzt das Microsoft Surface Pro einen Kopfhöreranschluss, Lautstärkeregler, Mini DisplayPort und Kartenleser.

Zur Kommunikation nutzt das Microsoft Surface Pro WLAN mit dem Standard 802.11 ac, welches sowohl auf 2,4-GHz, als auch im 5-GHz-Band funken kann. Zusätzlich an Bord: Bluetooth 4.0 und ein NFC-Chip. Die beiden Webcams haben eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. Damit können sie sehr gut für Videotelefonie genutzt werden, für das Fotografieren sind sie aber mangels Auflösung ungeeignet.
Ein Mobilfunkmodul besitzt das Microsoft Surface Pro nicht. Der Akku ist fest verbaut und kann dadurch nicht vom Kunden selber ausgewechselt werden.

Für das Microsoft Surface Pro sind optional zwei externe Tastaturen erhältlich, die das Tablet zum vollwertigen Notebook-Ersatz machen sollen. Das „Touch Cover“ ist 3mm dick und dient gleichzeitig als Schutz für den Bildschirm. Allerdings besitzt diese Tastatur kein haptisches Feedback, lediglich eine akustische Bestätigung des Tastenanschlags über den Lautsprecher. Etwas ungewöhnlich aber keine schlechte Idee. Das „Type Cover“ dient ebenso gleichzeitig als Display-Schutz, ist allerdings eine vollwertige Tastatur mit haptischen Feedback, fast wie von einer normalen Notebook-Tastatur gewohnt. Allerdings ist diese Tastatur mit 6mm Dicke auch nicht mehr als flach zu bezeichnen. Zudem ist das Microsoft Surface Pro mit einem Eingabestift ausgestattet, welcher auch verschiedene Druckstufen unterstützt, vorausgesetzt die Software ist mit dem Stift kompatibel.

Das Display des Microsoft Surface Pro ist spiegelnd, hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und liefert damit eine Punktdichte von 207 dpi. Damit kann das Microsoft Surface Pro auch kleine Schriften sehr gut und scharf darstellen. An die Punktdichte eines iPad 4 kommt es allerdings nicht heran. Auch der Kontrast liegt mit 741:1 leicht hinter dem eines iPad 4 (838:1). Allerdings ist das im Alltag kaum bemerkbar. Das Display zeigt einen tiefen und satten Schwarzwert und verfügt über sehr weite Sichtwinkel. Leider stört im Freien das spiegelnde Display doch sehr. Mit diesem Display lässt es sich mit dem Microsoft Surface Pro im Freien also nur sehr eingeschränkt arbeiten.

Das Microsoft Surface Pro ist mit einem Intel Core i5-3317U-CPU ausgestattet, welcher für eine geringe Leistungsaufnahme ausgelegt ist. Der Prozessor unterstützt die Technologien Turbo Boost und Hyperthreading und ist damit flexibel was den Strombedarf angeht und besitzt damit natürlich auch genug Power – wenn sie gebraucht wird. Als Massenspeicher verwendet Microsoft eine Microns Real SSD C400 die per SATA-III angebunden ist. Es handelt sich um eine SSD mit 64 GB Speicherplatz. Da Windows 8 jedoch schon sehr viel Platz auf der SSD beansprucht bleiben dem Anwender lediglich 26 GB des SSD-Speichers zur Verfügung.

Die üppige Ausstattung des Microsoft Surface Pro schlägt sich leider auch in den Akkulaufzeiten nieder. Beim Battery Eater Readers Test gibt der Akku nach knapp 7 Stunden auf. Für ein so gut ausgestattetes Tablet ist die Laufzeit jedoch noch gut. Hier kommt es natürlich darauf an wie mobil der Anwender sein muss und möchte.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Microsoft mit dem Surface Pro eine richtige Arbeitsmaschine entworfen hat. Windows 8 ohne Einschränkungen, Software laufen lassen, die man so nur vom PC kennt, eine SSD die zügiges und ruckelfreies Arbeiten ermöglicht. Das alles klingt schon fast mehr nach PC wie nach einem Tablet. Und genau diesen Kundenstamm möchte Microsoft wohl auch ansprechen. Anwender, die nicht nur mit dem Tablet surfen wollen sondern es richtig als Arbeitsgerät nutzen möchten. Das lässt sich mit dem Surface Pro sehr gut realisieren, einzig die kurze Akkulaufzeit schränkt den Anwender doch ziemlich ein.