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Internetsicherheit: Virtuelle Währung „Liberty Reserve“ für riesigen Geldwäscheskandal genutzt

Ermittler in den USA haben den wohl größten internationalen Fall von Geldwäsche aufgedeckt den es jemals gegeben hat. Zusammen mit den US-Ermittlern waren Fahnder aus weiteren 16 Staaten an den Ermittlungen beteiligt.

Intersicherheit © Pavlo Burdyak / Shutterstock.com

Das Unternehmen Liberty Reserve soll dabei als Zahlungsdienstleister über 6 Milliarden Dollar „gewaschen“ haben. Die Gelder stammten aus Einnahmen wie Kreditkartenbetrug, Drogenhandel oder Kinderpornographie. Das Thema Internetsicherheit steht hier wieder hoch im Kurs.

Dabei nutze das Unternehmen mit Sitz in Costa Rica eine „virtuelle Währung“. Hierbei handelt es sich um kein international anerkanntes offizielles Zahlungsmittel sondern eine künstlich konstruierte Währung die nur virtuell und nicht in materieller Form besteht. Das Prinzip war einfach: Gelder wurden in dieses das virtuelle Zahlungsmittel namens „LR“ eingetauscht und dann über das Internet an den Empfänger verschickt. Dieser konnte das virtuelle Zahlungsmittel wieder in „echtes Geld umwandeln“.

Da die Verschickung des virtuellen Zahlungsmittels nur über das Internet erfolgte, konnten Behörden die Zahlungen nicht nachverfolgen. So konnten Kriminelle ungefährdet Verbrechen oder Drogen mit dem virtuellen Zahlungsmittel bezahlen.

Die Konten des Unternehmens sind inzwischen beschlagnahmt, auf der Website von Liberty Reserve prangt das offizielle Siegel der Strafverfolger. Das Unternehmen habe alleine in den USA mehr als eine Million Kunden gehabt die über 55 Millionen Transaktionen in den letzten Jahren ausgeführt haben. Ein weiterer Fall in dem ersichtlich wird wie wichtig Internetsicherheit ist.